Romance Novels


Fake-Dating-Romance ist die Kunst, zwei Menschen dabei zuzusehen, wie sie jeden außer dem Leser belügen. Die Abmachung ist am Anfang immer logisch. Jemand braucht eine Begleitung für eine Hochzeit. Jemand muss dem Ex etwas beweisen. Die Bedingungen sind klar. Die Grenzen sind gezogen.

Und dann fängt die Vorstellung an, sich weniger wie eine Vorstellung und mehr wie ein Geständnis anzufühlen.

Das Genie dieses Tropes liegt darin, dass jede romantische Geste technisch gerechtfertigt ist. Händchen halten? Fürs Publikum. Der Blick über den Tisch? Gehört zur Show. Der Kuss? Reine Strategie.

「Der Oktoberfest-Deal」 — München, Dirndl, Maß, und ein Deal, der in der Septembersonne geschlossen wird und im Herbstregen auseinanderfällt. 「Vertraglich verliebt」 — der Titel sagt alles: der Vertrag sollte die Liebe simulieren, nicht produzieren. 「Weihnächtliche Illusion」 — Weihnachtsmärkte, Glühwein und eine Beziehung, die nur bis zum 26. Dezember halten sollte.

Die besten Fake-Dating-Geschichten landen nicht beim Geständnis. Sie landen beim Moment davor. Die Szene, in der einer von beiden allein ist, eine Geste Revue passieren lässt, die vorgetäuscht hätte sein sollen, und erkennt, dass sie es nicht war. Das ist der Wendepunkt.